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Geschrieben von klang am 27.05.2010 um 15:05:
Zurück zu Naturmaterialien
Ein neues Projekt begonnen:
6,6 Fuß, caster
Materialien
Lakierte Kieferrind, Kork
Geschrieben von OnTheMove am 27.05.2010 um 15:24:
Coole sache!
bin grade auch am überlegen was man alles verbauen kann. Vorallem bin ich grad auf der suche nach einem Laden für Leder.
Die Farbe ist klasse.
Die verarbeitung war doch sicher nicht leicht. Rinde fällt doch meist schnell auseinander.
Grüße Markus
Geschrieben von derextremexxl am 27.05.2010 um 17:31:
Hey Klang
Was hast du mit der armen Rinde gemacht? Vollständig unter einer dicken Lackschicht verbuddelt?
Bin selbst in diese Richtung auch seit einiger Zeit am Experimentieren. Gerade liegen wieder etwa 1m² Rinde zum Trocknen. Finde die natürliche Oberfläche der Rinde einfach Klasse und angeblich ist sie auch sehr Wiederstandsfähig. Ein schöner Rindengriff fühlt sich an wie Samt. Würde ihn aber höchstens einölen. Durch Lack bekommt ein Holz-, Kork- oder auch Rindengriff ein unatürliches Plastikfeeling.
Deine Verarbeitung schaut aber wieder sehr sauber und genau aus
Grüße,
Alex
Geschrieben von PuraVida am 27.05.2010 um 17:56:
RE: Zurück zu Naturmaterialien
Gefällt mir sehr gut, der Griff!
Toller Übergang von der Rinde zum Metall zum Kork!
LG
Ernst
Geschrieben von habitealemagne am 27.05.2010 um 18:50:
Hallo
Kiefernrinde zu verarbeiten ist gar nicht so einfach. Finde es sieht richtig gut aus. Wenn das Foto mit etwas mehr Licht gemacht wäre, könnte man die Rindenstruktur sehr gut sehen. Irgendwo hab ich da schon mal ein Bild , von dir gesehen, da konnte man das gut erkennen.
Geschrieben von klang am 27.05.2010 um 19:05:
| Zitat: |
Original von derextremexxl
Hey Klang
Finde die natürliche Oberfläche der Rinde einfach Klasse und angeblich ist sie auch sehr Wiederstandsfähig.
Alex |
Stimmt aber leider nicht.
im Gegensatz zu Birkenrinde und Kork wird Kieferrind bald unformig.
Versuch mal einfach mit Nadel drücken - bleibt dort ein Kratzer.
Also Kieferrind ist nicht elastisch
Mir gefällt aber ihrer Textur.
Unter Lakierung mit gute Beleuchtung siet schön aus (sie Foto)
Lakierung muß aber steinhart sein (auf obengenannte Grunde) und ihr Auswahl hat mir viel Blut gekostet.
Geschrieben von klang am 27.05.2010 um 19:05:
| Zitat: |
Original von klang
| Zitat: |
Original von derextremexxl
Hey Klang
Finde die natürliche Oberfläche der Rinde einfach Klasse und angeblich ist sie auch sehr Wiederstandsfähig.
Alex |
Stimmt aber leider nicht.
im Gegensatz zu Birkenrinde und Kork wird Kieferrinde bald unformig.
Versuch mal einfach sie mit Nadel drücken - bleibt dort ein Kratzer.
Also Kieferrind ist nicht elastisch
Mir gefällt aber ihrer Textur.
Unter Lakierung mit gute Beleuchtung siet schön aus (sie Foto)
Lakierung muß aber steinhart sein (auf obengenannte Grunde) und ihr Auswahl hat mir viel Blut gekostet. |
Geschrieben von fluefiske am 27.05.2010 um 19:26:
Ausgefallene Ideen hast Du und handwerklich sehr schön und harmonisch umgesetzt

.
Gruß Erich
Geschrieben von OnTheMove am 27.05.2010 um 19:35:
Ich bin baff! Einfach nur der Hammer!
grüße Markus
Geschrieben von Blauzahn am 27.05.2010 um 20:23:
Servus Klang,
mit was hast Du denn lackiert?
Sieht sehr ansprechend aus
...ich werde wohl auch mal etwas Rinde zur Verarbeitung vorbereiten.
Wie lang hast Du die Rinde gelagert (?),
ist ja immerhin ziemlich nass, wenn man sie vom Stammholz löst.
Grüße,
René
PS: Da fällt mir ein, ich habe ja noch ein paar Eichenstämme auf meinem Brennholzplatz lagern
Geschrieben von derextremexxl am 27.05.2010 um 20:55:
| Zitat: |
Original von klang
Original von Stimmt aber leider nicht.
im Gegensatz zu Birkenrinde und Kork wird Kieferrind bald unformig.
Versuch mal einfach mit Nadel drücken - bleibt dort ein Kratzer.
|
OK, wer lesen kann ist klar im Vorteil
Habe es als Birkenrinde verstanden, aber mit Kiefer habe ich selbstr noch nichts gemacht und dementsprechend keine Erfahrung. Ein lackiertes Stück Holz oder eben diese Rinde sieht zwar sehr schön aus, aber liegt - aus meiner Sicht - unschön in der Hand weil eben steril und künstlich.
Aber wie bereits geschrieben sehr schön gearbeitet und angepasst.
Grüße,
Alex
Geschrieben von murmeli1965 am 27.05.2010 um 22:31:
Einfach eine geile Struktur, sieht echt klasse aus.
Aber wie muss ich mir die Verarbeitung von Baumrinde vorstellen?
Kann ich das irgendwo nachlesen?
Wer kann Tipps geben von euch?
Gruß Oldi
Geschrieben von habitealemagne am 27.05.2010 um 23:04:
Naja gibt verschiedene Rinden. Birkenrinde kann man nach dem Säubern und trocknen, in Scheiben zusammenkleben und dann drehend bearbeiten. Ähnlich, wie bei Korkgriffen, nur dass die Scheiben ungleich dünner sind. Im Messerbau werden Griffe aus Birkenrinde auch aus Scheiben aufgebaut. Rinde von z.B Kiefer, wird in entsprechende Form gebracht, also so, dass die verschiedenen Stücke, plane Klebeflächen aufweisen. Dann auch schichtweise verklebt und der entstandene Körper entsprechend bearbeitet.
Geschrieben von PuraVida am 27.05.2010 um 23:40:
Danke Oldi für die Frage!
Und Danke WohntDeutschland für die Antwort! Klingt ziemlich aufwändig.
Geschrieben von derextremexxl am 28.05.2010 um 00:46:
Speziell bei Birkenrinde gibt es zumindest 2 Verarbeitungsvarianten. Als erstes musst du von einer recht frisch geschlagenen Birke die Rinde abschälen.
Variante 1: Diese Rinde legst du am Besten zwischen 2 Holzplatten, Balken etc. welche Feuchtigkeit durchlassen zum Trocknen der Rinde. Hier empfehle ich vorher aufgeplatzte Stellen heraus zu schneiden damit die gepresste Rinde auch recht plan ist. Wenn nach einigen Wochen die Rinde trocken ist schneidest du entsprechende Stücke heraus. Ideal sind runde Stücke mit etwa 35mm Durchmesser - Würfel gehen aber auch. Man kann diese auch ausstanzen, aber dabei gehen bei mir zu viele Stücke kaputt. Am Besten du bohrst dir gleich mittig ein Loch in diese Stücke. Jetzt nacheinander jedes Stück mit Holzleim bestreichen und auf einem Gewindestab aufeinander kleben. Wenn die gewünschte Menge drauf ist mit Flügelmuttern das ganze schön fest zusammenpressen. Den ausgetrockneten Rindendöner kannst du nun in Form drecheln und schleifen/polieren.
Variante 2 : Aus der Frischen Rinde gleich runde Scheiben ausstanzen, ein Loch bohren oder stanzen und zum Trocknen auf einer Gewindestange pressen. Die getrockneten Scheiben wie bei Variante 1 aufeinanderkleben und bearbeiten.
Ich selbst tendiere etwas mehr zu Variante 2 wobei ich wieder einige Platten zum Trocknen hier liegen habe welche ich nach Variante 1 verarbeiten werde. Wenn ich es nicht wieder verpasse stelle ich mal einen Bericht mit Fotos hier ein.
Grüße,
Alex
Geschrieben von klang am 30.05.2010 um 12:35:
| Zitat: |
Original von Blauzahn
Servus Klang,
mit was hast Du denn lackiert?
Sieht sehr ansprechend aus
...ich werde wohl auch mal etwas Rinde zur Verarbeitung vorbereiten.
Wie lang hast Du die Rinde gelagert (?),
|
Rinde ist kein Holz, und du kannst sie zuerst in Ringform ausbohren und dann trocknen lassen.
So get Prozess viel schneller (in ein paar Tagen wird schon fertig).
Lakierung mit Komponentenharz, muss aber um etwa mehr Härter als normal beimischen
Gruß
Geschrieben von klang am 01.06.2010 um 12:59:
Griff ist fertig
Geschrieben von OnTheMove am 01.06.2010 um 14:12:
Wirklich sehr schick geworden. Nur der Rubberkork, so praktisch er ist, gefällt mir persönlich nicht ganz so gut.
Aber die Rinde ist einfach genial!
grüße Markus
Geschrieben von klang am 01.06.2010 um 14:55:
Ja, aber bei mir ein burl vorne und ein hinten ist quasi Pflicht.
Er schutz Kork und Alu ganz gut.
Gruß
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